Qualitätsergebnisse bei Vermeidung von Druckgeschwüren

Übersicht

Schwerkranke, ältere und bettlägerige Menschen haben ein hohes Risiko, ein Druckgeschwür zu bekommen. Dies geschieht vor allem dann, wenn zu lange zu viel Druck auf bestimmten Körperregionen wie Rücken, Gesäß oder Fersen lastet und sie sich wund liegen. Ein solches Druckgeschwür wird Dekubitus genannt. Es entwickelt sich vor allem bei pflegebedürftigen Menschen und schwerkranken Krankenhauspatienten mit langen Liegezeiten. Stark gefährdet, ein Druckgeschwür auszubilden, sind daher neben älteren bettlägerigen Menschen auch Rückenmark- und Schädel-Hirnverletzte oder Patienten auf Intensivstationen und in Beatmungszentren. Auch Diabetiker und Gefäßerkrankte haben ein erhöhtes Druckgeschwür-Risiko. Trotz der Anwendung spezieller Pflegemethoden und -hilfsmittel kann die Entstehung eines Druckgeschwürs nicht immer verhindert werden. Dennoch gilt die Vermeidung von Druckgeschwüren als gute Behandlungsqualität.

Unterschieden werden vier Grade (Stadien) von Druckgeschwüren:

Grad Erläuterung
Grad 1 Hautrötung auch nach Entlastung, Wärmegefühl, Haut aber noch intakt
Grad 2 Oberflächliche Hautabschürfungen und Blasenbildung
Grad 3 Tiefe Wunde, alle Hautschichten und das darunter liegende Bindegewebe sind zerstört
Grad 4 Tiefe Wunde mit schweren Verletzungen der darunter liegenden Muskeln, Sehnen und Knochen

Weitere Erklärungen zum Thema unter Medizinische Informationen.

Zahl der Patienten ab dem 20. Lebensjahr, die in den Krankenhäusern in Bremen und Bremerhaven behandelt wurden

  • 2013
Erläuterung des Schaubilds
Die hier aufgeführten Kliniken veröffentlichen im Bremer Krankenhausspiegel die Ergebnisse ihrer Behandlungsqualität bei der Vermeidung von Druckgeschwüren. Die Balken und Zahlen im Schaubild geben an, wie viele Patienten ab dem 20. Lebensjahr stationär behandelt wurden. In Bremen und Bremerhaven waren dies im Jahre 2013 über 180.000 Personen. Nur bei einem Bruchteil von ihnen hat sich während des Krankenhausaufenthalts ein Druckgeschwür entwickelt.