Hilfe im Notfall

Notfall-Nummern

Bei Krankheit oder leichter Verletzung116 117
Bei schwerer Krankheit oder Verletzung, Lebensgefahr112

Krankenhäuser mit Notfallversorgung im Land Bremen

Die Menschen in Bremen und Bremerhaven können sich jederzeit auf eine sichere medizinische Versorgung verlassen. Außerhalb der Sprechzeiten niedergelassener Ärztinnen und Ärzte (abends, mittwochs nachmittags sowie an Wochenenden und Feiertagen) sind die ärztlichen Bereitschaftsdienste die richtige Anlaufstelle. Diese sind im Land Bremen in der Regel werktags ab 19.00 Uhr (mittwochs ab 15.00 Uhr) sowie an Wochenenden und Feiertagen von 8.00 bis 23.00 Uhr geöffnet. Bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen mit möglicher Lebensgefahr stehen an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr der Rettungsdienst sowie die Notaufnahmen der Krankenhäuser bereit. 

In den Bremer und Bremerhavener Krankenhäusern sind die Notaufnahmen zu jeder Tages- und Nachtzeit auf eintreffende Rettungswagen oder -hubschrauber und die sofortige Versorgung schwer erkrankter oder verletzter Personen vorbereitet. Auch Patienten, die von sich aus in die Notaufnahme eines Krankenhauses kommen, werden medizinisch ersteingeschätzt und ggf. behandelt, sofern die Schwere der Erkrankung oder Verletzung dies erfordert.

Notfallversorgung in Bremen und Bremerhaven

 
 
  K, B, P
  P
 
  B
 
  K
  K, B, P
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Notfallstufe 3: Umfassende Notfallversorgung Notfallstufe 2: Erweiterte Notfallversorgung Notfallstufe 1: Basis-Notfallversorgung Spezialisierte Notfallversorgung
  • K – Kinder-Notfallversorgung
  • B – Ärztlicher Bereitschaftsdienst am Krankenhaus
  • P – Psychiatrische Notaufnahme

Erläuterung der Versorgungsstufen und -formen

Notfallstufe 3: Umfassende Notfallversorgung

Dies ist die höchste Versorgungsstufe. Hier steht eine noch größere Anzahl spezialisierter Fachabteilungen für eine Notfallbehandlung zur Verfügung, z.B. Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Augenheilkunde oder Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, darüber hinaus eine Schlaganfallstation (Stroke Unit), ein Traumazentrum zur Versorgung Schwerverletzter sowie in den meisten Fällen auch eine Herzinfarkt-Station (Chest Pain Unit) und eine Kinderklinik.

Notfallstufe 2: Erweiterte Notfallversorgung

Krankenhäuser der Notfallstufe 2 gewährleisten rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche eine erweiterte Notfallversorgung. Sie müssen mehr Fachabteilungen, mehr Intensivbetten sowie eine umfangreichere personelle und medizinisch-technische Ausstattung vorhalten, etwa ein Magnetresonanztomographie-Gerät (MRT), einen Herzkatheter-Platz zur Behandlung von Herzinfarkt-Patienten und einen Hubschrauber-Landeplatz.

Notfallstufe 1: Basis-Notfallversorgung

Krankenhäuser der Notfallstufe 1 gewährleisten rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche eine wohnortnahe Notfallversorgung. Mindestvoraussetzung für die Notfallstufe 1 sind mindestens die Fachabteilungen Chirurgie oder Unfallchirurgie sowie Innere Medizin. Weitere Voraussetzungen sind eine Intensivstation mit mindestens sechs Betten, davon drei, an denen Patienten beatmet werden können, ein Schockraum zur sofortigen Erstversorgung sowie ein Computertomograph (CT). Reichen die Möglichkeiten des Krankenhauses nicht aus, werden Patienten mit schwereren Erkrankungen oder Verletzungen nach der Erstversorgung umgehend mit dem Rettungsdienst in ein geeignetes Krankenhaus gebracht.

Spezialisierte Notfallversorgung

Einige Krankenhäuser im Land Bremen ohne Zuweisung einer Notfallstufe verfügen über spezialisierte Versorgungsangebote für bestimmte Krankheitsbilder oder Patientengruppen. Dies umfasst etwa Fachzentren, spezialisierte Abteilungen sowie Psychiatrische Notaufnahmen. Diese Einrichtungen ergänzen die gestufte Notfallversorgung in spezifischen Bereichen, ersetzen jedoch keine allgemeine Notaufnahme.

K – Kinder-Notfallversorgung

Im Prinzip gelten die Notfallstufen der Krankenhäuser auch für die Notfallversorgung von Kindern und Jugendlichen. Die Kliniken Bremen-Mitte und Bremen-Nord haben eine Klinik oder Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin, in der junge Patienten (weiter-)behandelt werden können.

B – Ärztlicher Bereitschaftsdienst am Krankenhaus

An mehreren Krankenhäusern gibt es Bereitschaftsdienste der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen im Klinikgebäude oder -gelände. Sie decken Randzeiten ab, also Abendstunden und Wochenenden, wenn die Praxen niedergelassener Haus- und Fachärzte geschlossen sind. Patienten, die die Notaufnahme des Krankenhauses aufsuchen, werden zunächst von medizinischen Fachkräften der Notaufnahme medizinisch ersteingeschätzt und im Falle einer leichteren Erkrankung oder Verletzung an die Bereitschaftspraxis weitergeleitet. Im Unterschied zu den Notaufnahmen der Krankenhäuser können in den Bereitschaftspraxen auch Rezepte und Krankschreibungen ausgestellt werden (Die Kliniken sind bei ambulant verbleibenden Patienten hierzu nicht befugt).

P – Psychiatrische Notaufnahme

Alle psychiatrischen Kliniken im Land Bremen haben eine Notaufnahme, in der rund um die Uhr Menschen in psychischen Notsituationen aufgenommen werden können. Ausführliche Informationen hier im Bremer Krankenhausspiegel unter: Psychische Gesundheit

Psychiatrische Notfallversorgung: Hilfe bei psychischen Krisen

Hier finden Sie ausführliche Informationen